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Wer kennt sie nicht – die Schufa

Fast jeder ist ihr schon einmal begegnet: Beim Abschluss eines neuen Handyvertrages, beim Möbelkauf auf Raten, bei der Finanzierung des neuen Autos oder der Klassiker, bei der Bank. Immer wieder treffen wir bei Finanzgeschäften auf die Schufa beziehungsweise auf die Schufa Auskunft. Aber was genau ist eigentlich diese SCHUFA?

Ein kurzer Ritt durch die Geschichte der SCHUFA 

Blicken wir doch einmal kurz zurück in das Berlin der 1920er Jahre. Dort verkaufte die Berliner Städtische Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (BEWAG) ihren Kunden nicht nur Strom, sondern auch Stromverbraucher in Form von Haushaltsgeräten. Nicht jeder Berliner Geldbeutel war gut gefüllt, und so wurde den Stromkunden der Kauf der Geräte durch Ratenkauf ermöglicht. Zur damaligen Zeit ging ein Mitarbeiter der BEWAG von Haus zu Haus und kassierte die Stromrechnung und auch die Rate für die gekauften Haushaltsgeräte.
Aber die Wirtschaftslage war nicht die Beste, und nicht jeder Kunde konnte seine Rechnung regelmäßig begleichen. Die Verluste häuften sich, und so ging man dazu über, nur den regelmäßig zahlenden Kunden Haushaltsgeräte zum Ratenkauf anzubieten. So entstand, völlig ungewollt und anfangs unbemerkt, ein System zur Beurteilung des Zahlungsverhaltens der Kunden.
Der leitende BEWAG-Mitarbeiter Walter Meyer erkannte das Potential dieser gesammelten Informationen und entwickelte zusammen mit seinem Bruder Kurt die Idee, diese Kundeninformationen in einer Kartei zu sammeln, um zukünftig Verluste durch schlecht zahlende Kunden zu minimieren. Nachdem sie ihre Idee dem damaligen geschäftsführenden Vorstand der BEWAG vorgetragen hatten, bekamen sie den Auftrag, ihr Projekt weiter zu entwickeln.
Im Jahr 1927 war es dann so weit, die Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung wurde gegründet. Im Laufe der Zeit wurden in ganz Deutschland 13 weitere regionale Schutzgemeinschaften gegründet. 1952 wurden die 13 regionalen Schutzgemeinschaften in der Bundes – Schufa e. V. zusammengefasst.
Im Jahr 2000 wurde die Bundes-Schufa e. V. in die Schufa Holding AG umgewandelt. Die Anteile der acht verbliebenen Regionalgesellschaften wurden im Jahre 2002 auf die Schufa Holding AG übertragen.

Was macht nun eigentlich die SCHUFA ?

Prinzipiell macht die Schufa immer noch das, was sich ihre Gründerväter ausgedacht haben. Sie sammelt Daten über Verbraucher. Das fängt bei einer simplen Kontoeröffnung bereits an. Die Schufa selbst erhebt aber keine Daten und führt auch keine Recherchen durch, sondern ist eine reine Datensammelstelle. Die Daten werden durch die Vertragspartner, Banken, Versandhäuser, Telefonanbieter etc., geliefert. Zusätzlich werden die Schuldnerverzeichnisse der Amtsgerichte ausgewertet.
Ihren Vertragspartnern dient die Schufa als Auskunftei.

Welche Daten werden denn von der SCHUFA gespeichert ?

Zunächst werden alle Angaben zur Person von der Schufa gespeichert. Hierzu gehören: Name, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift und Voranschriften. Auch Daten zu Personen aus dem Ausland werden erfasst. Hinzu kommen Daten über Bankkonten, Mobilfunkkonten, Kreditkarten, Leasingverträge, Ratenzahlungsgeschäfte und Daten über Kredite und Bürgschaften. Selbstverständlich werden auch die Daten gespeichert, …

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… die in direkter Verbindung mit den bereits erfassten Daten stehen. Hierzu gehören zum Beispiel die Laufzeit der Kredite oder Zahlungsstörungen und Kündigungen, oder ob eine Kreditkarte eingezogen oder ein Konto von der Bank gekündigt wurde.
Auch Daten, die mit Vollsteckungsmaßnahmen zusammenhängen, zum Beispiel bei einem Verbraucherinsolvenz-Verfahren, werden von der Schufa gespeichert.

Wann werden die Daten bei der SCHUFA gelöscht ?

Schufa-Einträge müssen nach einer bestimmten Zeit wieder gelöscht werden. Einfache Dinge, wie Angaben über Anfragen zum Beispiel, wenn Sie bei einer Bank ein Girokonto eröffnen wollen, werden nach 12 Monaten gelöscht. Bei Krediten sieht das schon anders aus! Hier bleiben die Daten bis zum Ende des dritten Kalenderjahres nach dem Jahr der vollständigen Rückzahlung gespeichert. Bürgschaften allerdings werden sofort gelöscht, wenn die Hauptschuld beglichen ist. Auch die Daten zu Giro- und Kreditkartenkonten werden sofort gelöscht, wenn das Konto vom Kunden aufgelöst wird. Etwas anders verhält es sich bei Daten aus Schuldnerverzeichnissen der Amtsgerichte, diese werden erst nach drei Jahren gelöscht. Wenn Sie aber der Schufa nachweisen können, dass das Amtsgericht die Eintragung gelöscht hat, werden diese Daten bei der Schufa vorzeitig gelöscht.

Welche Daten werden von der SCHUFA denn nicht gespeichert ?

Hierunter fallen Daten zum Familienstand, zum Arbeitgeber sowie zum Einkommen, Vermögen und Depotwerten. Doch gerade die Daten der letzten drei Punkte könnten sich für Verbraucher positiv auswirken.

Kann ich etwas über die über mich gespeicherten Daten erfahren ?

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Fordern Sie noch heute Ihre kostenlose Selbstauskunft nach § 34 BDSG an!

Das Bundesdatenschutzgesetzt räumt im § 34. jedem das Recht ein, einmal im Jahr eine kostenlose Selbstauskunft anzufordern und zu erhalten. Durch diese Eigenauskunft erhalten Sie die Möglichkeit, die über Sie bei der SCHUFA gespeicherten Daten zu kontrollieren und zu prüfen. Es kommt immer wieder vor, dass Daten bei der SCHUFA nicht fristgerecht gelöscht werden oder fehlerhaft sind. Machen Sie also von dieser Möglichkeit Gebrauch. Es empfiehlt sich, eine Selbstauskunft vor der Aufnahme eines Kredites oder dem Kauf einer Immobilie einzuholen.
Fordern Sie noch heute Ihre kostenlose Selbstauskunft nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz an!